Neue Single der Stones: Coldplay im Anflug – glücklicherweise nur kurz
Die Rolling Stones haben eine neue Single veröffentlicht, die unerwartet an Coldplay erinnert. Glücklicherweise hält dieser Trend nicht lange an.
Die Rolling Stones haben kürzlich ihre neueste Single veröffentlicht, und die Antwort darauf ist so einfach wie unerwartet: Coldplay lässt grüßen. Über den neuen Song, der den Namen "Angels on the Ground" trägt, sagt man, dass er eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem Klang der britischen Altrocker aufweist. Es ist fast so, als hätten die Stones einen tiefen Atemzug genommen und sich gesagt, sie könnten auch mal "modern" klingen. Ein gewagter Schritt für eine Band, die seit fast einem halben Jahrhundert als Synonym für Rock'n'Roll steht. Aber keine Sorge, es dauert nur die Länge eines Songs, bis die vertrauten Klänge zurückkommen und uns daran erinnern, dass wir hier nicht im kalifornischen Sonnenuntergang, sondern im rauen London der 60er Jahre sind.
Die ersten Takte von "Angels on the Ground" könnten problemlos aus einem Coldplay-Album stammen. Klavierklänge, die sanft über die Hörer gleiten, und eine Melodie, die mehr nach melancholischem Pop als nach dem üblichen Rock-Sound der Stones klingt. Aber sobald Mick Jaggers Stimme einsetzt, wird die Illusion schnell durchbrochen. Hier ist jemand, der die Welt gewiss nicht mit dem gleichen sanften Ansatz umarmen würde wie Chris Martin. Nach den ersten zwei Minuten, in denen sich der Hörer noch fragt, ob er versehentlich das falsche Album eingelegt hat, kommt die Gitarre ins Spiel, und alles wird wieder gut. Plötzlich sind wir zurück in der vertrauten Welt der Rolling Stones, wo die Riffs das Herzstück sind und der Rhythmus uns daran erinnert, dass dies noch immer die Londoner Legende ist, die wir so kennen und lieben.
Was bleibt, ist ein interessanter Versuch, mit dem aktuellen Zeitgeist zu spielen und doch die Wurzeln nicht zu verlieren. "Angels on the Ground" könnte als eine Art nostalgische Hommage an eine jüngere Generation von Musikliebhabern angesehen werden, die sich nach den eklektischen Klängen der 2000er sehnt. Doch anstatt sich in den modernen Sound zu verlieren, finden die Stones schnell zurück zu ihren Wurzeln. Man könnte sagen, dass sie es verstanden haben, sich dem Wandel zu nähern, ohne ihre Identität aufzugeben. So bleibt uns nur zu wünschen, dass die nächsten Singles diese bemerkenswerte Balance halten, ohne den Coldplay-Einfluss allzu oft aufblitzen zu lassen.
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